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Promenadenkleid

Das Promenadenkleid oder aber auch Tageskleid oder Sissikleid genannt wurde hauptsächlich zu Hause oder beim Spazieren gehen getragen. Das Wort Promenade bedeutet herumspazieren und leitet sich aus dem französischen Wort se promener ab.

Zur Gründerzeit, also zwischen 1870 und 1890, kam diese Art von Kleidern auf. Typische Merkmale waren ein westenförmiges Oberteil, eine Taille, die im Rücken in Gesäßhöhe hochgerafft wurde und der Rock des Kleides war bodenlang und lief in einer Schleppe aus.

Innerhalb der Jahrzehnte hat sich allerdings der Schnitt immer mal wieder verändert. Vor den 20er Jahren war das Promenadenkleid eher weit geschnitten und wurde durch Accessoires, die in der Taillengegend angebracht waren wie ein Gürtel, eine Schärpe oder auch Schleifen, getragen. In den 20er kam dann die Revolution und die Charlestonkleider wurden entdeckt. In diesen Jahren trat die Moderichtung, die heute unter dem Slogan Mode der 20er Jahre bekannt ist, hervor. Die Kleider waren bewusst schmal geschnitten und knielang und der an der Hüfte angesetzte Rock war zumeist glockenförmig. Das Tageskleid war oberherum hochgeschlossen und hatte entweder ein Hemdkragen oder einen Bubikragen.

Im Jahr 1938 wurden die Promenadenkleider etwas strenger, da die Schultern sehr verbreitet wurden. In Sachen Muster wurden Streifen – und Punktmuster bevorzugt. Die Farben bewegten sich im Pastellbereich. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges ging der Trend, bedingt durch die Stoffknappheit und dem Geldnot wieder zum praktischen zurück, die Tageskleider waren daher wieder einfach und schlicht. Erst 1947 wurde die Modewelt durch Christian Dior, der zu dieser Zeit seine neue Damenmode herausbrachte, wieder wachgerüttelt.

Das typische Promenadenkleid, wie sie in der Gründerzeit aussahen, kann man sich heute nur noch extra anfertigen lassen.


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